Wasser bringt Leben in Ihren Garten. Plötzlich beginnt der Tag mit einem erfrischenden Sprung ins kühle Nass, Kinder bleiben wie von selbst länger draussen und entdecken immer wieder Neues. Und wenn am Abend Ruhe einkehrt, verwandelt sich der Garten in einen persönlichen Rückzugsort: still und entspannt unter freiem Himmel.
Projekt 1: Private Spa – neu gestaltet, technisch durchdacht, pflegeleicht
Aus einer schlichten Grünfläche entstand eine Anlage, die sich wie ein privater Wellnessbereich anfühlt. Herzstück ist ein eingelassener Pool mit einem entscheidenden Detail: Ein umlaufender Serviceraum nimmt Technik, Leitungen und Zubehör auf. Das bedeutet:
- Die Technik bleibt unsichtbar (keine störenden Boxen oder Schächte im Blickfeld).
- Reinigungs- und Wartungsarbeiten werden kürzer und einfacher, weil alles gut zugänglich ist.
- Der Garten wirkt aufgeräumt, hat klare Linien, klare Zonen und eine klare Wirkung.
Ergänzt wird das Ensemble durch einen Whirlpool sowie ein kompaktes Poolhaus (später durch die Bauherrschaft realisiert). Rund um Haus, Pool und Whirlpool wurden witterungsbeständige Feinsteinzeugplatten verlegt: hochwertig, rutschhemmend und sehr pflegeleicht. In den übrigen Bereichen sorgt Kunstrasen für dauerhaftes Grün ohne Mähen, ohne Bewässern, ohne braune Stellen im Sommer.

Der Charakter dieses Gartens: barfuss über warme Platten, nach dem Schwimmen in den Whirlpool, abends die ruhige Wasserfläche als Blickfang. Ein Outdoor-Wohnzimmer, das wenig Aufmerksamkeit braucht und dadurch oft genutzt wird.
Wegweisende Tipps aus diesem Projekt (die oft unterschätzt werden).
- Technikraum früh planen: Je früher der Serviceraum mitgedacht wird, desto eleganter wird das Gesamtdesign – und desto weniger Kompromisse entstehen später bei Geräusch, Optik und Zugänglichkeit.
- Beläge sind eine Sicherheitsfrage: Rutschhemmung und Hitzetauglichkeit (heisse Sommertage) sind bei Poolumrandungen wichtiger als nur schön.
- Zonierung schafft Ruhe: Wenn Whirlpool, Liegebereich und Wasserfläche klar gegliedert sind, wirkt selbst ein kleiner Garten grosszügiger.
- Saison verlängern: Wer wirklich mehr Gartenjahr will, denkt nicht nur an Wasser sondern an Abdeckung, Windschutz und Beleuchtung.
Projekt 2: Schwimmteich – natürlich baden, gemeinsam gebaut, lebendig durchs Jahr
Familie Fankhauser verwirklichte ihren Schwimmteich gemeinsam mit der GLB und packte selbst mit an. Von Mauern über Baggerarbeiten bis zum Abtransport des Aushubs: Ein Teil der Arbeiten wurde in Eigenleistung umgesetzt. Das Resultat ist ein Badeort, der nicht nur Abkühlung bietet, sondern Lebensraum ist.
Ein Schwimmteich verändert sich mit den Jahreszeiten: Im Frühling wächst und startet das Leben, im Sommer zeigt er sich üppig, im Herbst wird er ruhiger, im Winter entsteht eine ganz eigene Stimmung. Genau diese Dynamik ist für viele der Reiz und Teil des Gartenkonzepts.
_nachher.webp?width=1070&height=300&name=3550_2023_157284_2316133053%20(5)_nachher.webp)
Der Charakter dieses Gartens: Natur erleben statt nur schwimmen. Wasser als Ökosystem, nicht als Produkt. Und ein Projekt, das sich für die Bauherrschaft richtig anfühlt, weil sie es mitgestaltet hat.
Wegweisende Tipps für Schwimmteiche (damit Naturbad Freude macht)
- Platz realistisch einschätzen: Schwimmteiche brauchen meist mehr Fläche, weil Schwimmzone und Regenerationszone sinnvoll proportioniert sein müssen.
- Pflege ist anders, doch nicht zwingend mehr: Es geht vor allem darum, die Biologie zu verstehen und gezielt zu unterstützen: Pflanzen richtig zurückschneiden, Sedimente sinnvoll managen und den Nährstoffeintrag möglichst gering halten.
- Eintrag reduzieren = Wasserqualität erhöhen: Laub, Rasendünger, Erde und viele Nährstoffe sind oft der Hauptgrund für Algenprobleme. Randgestaltung und Bepflanzung sind daher funktional, nicht nur dekorativ.
- Mitmach-Projekte gut planen: Eigenleistungen funktionieren am besten, wenn Aufgaben sauber abgegrenzt sind (z. B. Aushub/Transport, Mauern, einfache Vorarbeiten) und kritische Gewerke fachlich begleitet bleiben.
Entscheidungshilfe: Nicht, was ist besser, sondern was passt zu Ihnen?
Viele starten mit der Frage: Pool oder Schwimmteich? Sinnvoller ist die Gegenfrage: Wie möchten Sie Ihren Garten nutzen und wie viel möchten Sie sich kümmern (oder mitgestalten)?
5 Fragen, die Sie vorab klären sollten
- Design oder Naturbild?
Mögen Sie klare Architektur oder eine lebendige, natürliche Optik, die sich verändert? - Wie wichtig ist Ihnen Wassertemperatur?
Pool mit Heizung/Abdeckung kann die Saison deutlich verlängern. Schwimmteiche sind stärker vom Wetter abhängig. - Wie viel Zeit haben Sie für Unterhalt?
Pool = eher technisch-planbarer Unterhalt.
Schwimmteich = eher saisonale Pflege, dafür ohne Chlor. - Welche Rolle spielt Biodiversität?
Der Schwimmteich bringt Pflanzen und Tiere in den Garten. Ein Pool ist clean und kontrolliert. - Wie gross ist die Nutzfläche Ihres Gartens wirklich?
Nicht die Grundstücksfläche zählt, sondern die Fläche, die nach Terrassen, Wegen, Sitzplätzen und Spielbereich übrig bleibt.
.webp?width=1070&height=300&name=3550_2022_147944_2116131106%20(11).webp)
Pool oder Schwimmteich? Kurzvergleich (orientierend)
Private Spa / Pool
- Plus: klare Linien, geringer Pflegeaufwand, Serviceraum möglich, Saisonverlängerung mit Abdeckung/Heizung
- Beachten: Energiebedarf, weniger Biodiversität
- Für wen: Design- und Komfortfans mit wenig Zeit für Pflege
Schwimmteich
- Plus: ohne Chlor, Lebensraum für Tiere und Pflanzen, stimmiger Jahreszeiten-Charme
- Beachten: benötigt mehr Platz, saisonale Dynamik und Pflege
- Für wen: Naturfans und Familien, die gerne mitgestalten
Der passende Wasserplatz ist der, den Sie wirklich nutzen.
Ein Pool kann zur konsequenten Komfortlösung werden: klar, elegant, wartungsfreundlich und lange nutzbar. Ein Schwimmteich kann zum lebendigen Herzstück werden: naturnah, einzigartig und im Rhythmus der Jahreszeiten. Beide Wege sind richtig, wenn sie zu Ihrem Alltag, Ihrem Gartenstil und Ihrer Bereitschaft für Unterhalt oder Mitgestaltung passen.
Sie interessieren sich für eine Neugestaltung Ihres Gartens? Hier finden Sie Ihre Ansprechpartner.
