Vom Unterlagsboden in die 1.Liga: Andreas (Ändu) Steiner im Porträt

700 Unterlagsböden, tägliche Umplanungen im Büro und abends an der Bande: Andreas «Ändu» Steiner verbindet Handwerk, Organisation und Teamgeist auf der Baustelle wie im Eishockey.

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Wer Andreas Steiner sucht, trifft im Emmental eher auf Ändu oder Stouny. Im April wird er 36 Jahre jung, lebt in Langnau im Emmental und ist seit 2011 bei der GLB Emmental zu Hause.  

 

Damals startete er als Unterlagsbodenspezialist. Heute sorgt er als Abteilungsleiter Unterlagsboden dafür, dass auf unseren Baustellen nicht nur alles plan ist, sondern auch dann Lösungen entstehen, wenn der Plan plötzlich nicht mehr passt.

 

Beruf: Unterlagsbodenspezialist

Arbeitsort: GLB Emmental

Alter: 35 Jahre alt

Bei der GLB seit: April 2011

 

Andreas Steiner, Unterlagsboden-Spezialist, GLB Emmental, Emmenmatt

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Von der Baustelle ins Büro und gleich ins kalte Wasser

Andreas erinnert sich noch genau an seinen Start am 1. April 2011: Baustellen, neue Teams, neue Herausforderungen und jede Menge Unterlagsböden. Bis 2017 sammelte er Erfahrungen auf zahlreichen Projekten und baute dabei rund 700 Unterlagsböden in der halben Schweiz ein. Eine Zahl, die nicht nur Eindruck macht, sondern auch zeigt: Da ist jemand, der sein Handwerk wirklich von Grund auf kennt. 

 

Dann kam der Moment, der vieles veränderte

Als sein Vorgesetzter aus gesundheitlichen Gründen früher in Pension ging, wurde Andreas gefragt, ob er die Leitung der Unterlagsbodenabteilung übernehmen möchte. Von heute auf morgen sass er im Büro und musste das Leben als Büromensch erst einmal lernen. Und ja: Das Wasser war kalt. Aber Ändu wäre nicht Ändu, wenn er sich davon abschrecken liesse. Um sich das nötige Rüstzeug zu holen, absolvierte er die Handelsschule am Feusi Bildungszentrum in Bern und machte das Bürofach- und Handelsdiplom. Heute blickt er mit bald 15 Jahren GLB-Erfahrung auf unzählige Projekte, Begegnungen und Lernkurven zurück und genau das ist im direkten Gespräch klar spürbar.

 

Was ihm im Berufsleben wichtig ist: Team, Stolz und Qualität

Wenn Andreas Steiner von seiner Priorität im Job spricht, kommt keine lange Liste, sondern ein klarer Punkt: ein gutes, eingespieltes Team. Für ihn zählt, dass Projekte mit Berufsstolz umgesetzt werden und am Ende die Qualität stimmt.

Dabei ist er jemand, der lieber 15 Minuten länger investiert, damit eine Baustelle mit gutem Gewissen verlassen werden kann. Denn Ändu ist überzeugt: Wenn die Bauherrschaft merkt, wie sorgfältig gearbeitet wird und wie wichtig uns jedes einzelne Projekt ist, kommt das zurück – mit Vertrauen, Folgeaufträgen und Weiterempfehlungen.

 

Jeder Tag anders und das Telefon klingelt garantiert

Wer denkt, im Büro sei es ruhiger als auf der Baustelle, hat Ändus Alltag noch nicht erlebt. Seine Tage sind geprägt von Planung, Koordination und der Gewissheit: Es kommt sowieso anders, als man denkt.

 

Die Auftragsbücher sind meist gut gefüllt, und das gesamte Team ist lange im Voraus eingeplant. Doch dann genügt ein Lieferverzug, Personalmangel, mehr Aufwand als erwartet oder schlicht schlechtes Wetter und schon wird aus einem stabilen Plan ein grosses Puzzle. Eine Verschiebung bedeutet schnell fünf oder mehr Telefonate, bis Mitarbeitende neu disponiert sind oder ein anderes Projekt vorgezogen werden kann. Praktisch ist das selten, aber genau hier zeigt sich, wer den Überblick behält.

 

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Energiequelle Eishockey: vom Spieler zum Assistenztrainer

Seine persönliche Energiequelle ist ganz klar: Eishockey. Mit vier Jahren stand Andreas Steiner zum ersten Mal auf dem Eis und blieb dem Sport 30 Jahre als aktiver Spieler treu. Letztes Jahr folgte dann der Rücktritt vom aktiven Spielen.

Doch das Kapitel Eishockey war damit nicht vorbei, im Gegenteil: Vor sieben Jahren wurde er vom Sportchef der Brandis Juniors angefragt, die U18 zu coachen. Sechs Jahre lang machte er das mit voller Leidenschaft und Herzblut. Weil er sich weiterentwickeln und eine neue Herausforderung annehmen wollte, schaute er sich regional um und fand sie beim EHC Wiki-Münsingen. Seit dieser Saison ist er dort Assistenztrainer in der 1. Liga und absolviert nebenbei das Trainerdiplom Leistung.

Mit zwei bis drei Trainings pro Woche, dazu ein bis zwei Spiele, plus 100 % Job bleibt nicht wahnsinnig viel Zeit. Trotzdem: Wenn es passt, ist Andreas Steiner auch für Fussball, Squash, Inlineskating und anderes zu haben. Und in der spielfreien Zeit? Dann geht’s gerne mal ins Ausland – Seele baumeln lassen, Akku laden.

 

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Hilfsbereit, ehrlich und immer für einen Spass zu haben

Komplimente bekommt Andreas Steiner vor allem für seine Hilfsbereitschaft. Menschen in seinem Umfeld unterstützt er, wo immer es geht. Dazu beschreibt er sich selbst als offen, ehrlich, aufgestellt und definitiv als jemand, der gern lacht und auch mal einen Spruch bringt. Seine Lebensphilosophie erklärt er am liebsten mit dem, was ihn seit klein auf begleitet: Eishockey. Denn wie auf dem Eis gilt auch im Alltag: Im Team erreicht man mehr als allein. Und wer anderen hilft, kann darauf vertrauen, dass Hilfe irgendwann zurückkommt. Oder wie Ändu es sinngemäss sagt: Wenn wir uns gegenseitig mehr unterstützen, kommt am Ende jede und jeder weiter.

 

Herzlichen Dank Ändu, für dein Wirken bei der GLB. Wir wünschen dir weiterhin viele starke Projekte und ein tolles Team.