Zwischen Spähnen und Büro: Alexandre Chavaillaz im Interview

Schon über 10 Jahre ist Alexandre Teil der GLB Seeland. In diesem Interview erzählt er uns über seinen Werdegang, seinen Beruf und wie er den Ausgleich zwischen Arbeit und Freizeit ideal einteilt.  

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Lernen Sie Alexandre Chavaillaz besser kennen: Eine Reise durch die Fabrikation, vom Pflegen der grossen CNC-Maschine zum Programmieren der Schnittstelle bis zu seinen vielfältigen Hobbys.

 

Beruf: Schreiner / CNC Maschinist

Arbeitsort: GLB Seeland

Alter: 30 Jahre alt

Bei der GLB seit: August 2015

 

Alexandre Chavaillaz

Chavaillaz Alexandre Schreiner in der GLB Seeland

 

 

Welches sind deine wichtigsten Eckpunkte in deinem bisherigen Berufsleben?

Sicherlich meine Weiterbildungen und Kurse, welche mich auch zu dem gemacht haben, wer ich heute bin. Ich brauche eine Herausforderung und eine Weiterentwicklung, auch möchte ich niemals stillstehen. Deshalb habe ich auch den Fertigungsspezialist inkl. Berufsbildnerkurs absolviert.


Dazu kommen zwei Woodwop-Kurse, welche ich für das Programmieren der CNC-Maschine benötige. Dank dem neuen Programm Lignocam haben wir eine neue Schnittstelle geschaffen, welche es ermöglicht, unsere 3D-Pläne effizienter auf die Maschine zu übertragen. Diese Schnittstelle entwickeln wir alle stetig so weiter, damit wir auf lange Sicht mehr profitieren.

 

«Es gibt einfach gewisse Sachen, die müssen einfach passen.»

 

Alexandre Chavaillaz, Schreiner & CNC Maschinist GLB Seeland, Lyss

Chavaillaz Alexandre ist Schreiner der GLB Seeland

 

Warum hast du dich für diesen Werdegang entschieden und was hat dich motiviert?

Bei der Berufswahl habe ich mich auf drei Berufe fokussiert: Schreiner, Metallbauer und Fahrradmechaniker. Der Entscheid fiel am Ende auf den Schreinerberuf, weil ich in diesem Beruf auch etwas herstellen konnte, was mir auch Freude bereitet. So ist es auch noch heute. Mit der steten Weiterentwicklung und dem Interesse an der Materie bin ich immer noch fasziniert von der abwechslungsreichen Arbeit, welche ich täglich machen darf.


Gab es auf dem Weg Hürden, welche besonders hoch waren?

Wo gibt es schon keine Hürden? Sie zeigen sich doch einfach oftmals etwas in anderer Form. Bei mir war dies sicherlich auch der Lernprozess der verschiedenen Programme, welche wir für unsere Weiterentwicklung benötigen. Eine andere Art von Hürde ist, grosse Mengen zu produzieren. Fertigen wir beispielsweise 200-mal die gleiche Tür, ist es für mich eher ermüdend. Ich stelle lieber etwas Individuelles her. Weiter ist es herausfordernd, dass fast niemand die Maschine so gut kennt wie ich. Dadurch können unangenehme Engpässe entstehen, welche ich durch Vorarbeit abzufedern versuche. 

 

Wer in deinem Umfeld unterstützt dich besonders?

Meine Familie, Freunde und Kollegen geben mir den nötigen Rückhalt.

 

Was gefällt dir in deiner heutigen Funktion besonders?

Ich kann und darf alles machen und bekomme überall einen Einblick. Durch mein Hintergrundwissen bin ich sicherlich auch im Vorteil in der Planung, da ich auch weiss, wie die Maschinen funktionieren. Ich mache vom Büro über die Aufnahme bis zur Fabrikation alles. Wir hätten gerne, dass in der Fabrikation alle alles machen. Somit wären auch Ausfälle einfacher zu handhaben.

 

Wie sieht ein typischer Berufsalltag aus bei dir?

Als Erstes starte ich die Maschine, danach mache ich einen Rundgang durch die Fabrikation und halte einen kurzen «Schwatz» und tausche mich über die anstehenden Projekte aus. Während die Maschine ihren Auftrag erledigt, programmiere ich in dieser Zeit den nächsten, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. Wichtig ist natürlich die Wartung und Pflege der Maschine, welche ich regelmässig erledige.

 

Gibt es ein Highlight während deiner bisherigen Karriere?

In meinen Anfangszeiten war alles, was rund konstruiert wurde, speziell. Einfach auch, weil viel Fachwissen und Handwerk dahinter steckte. Jetzt gibt es eigentlich keine grossen Highlights mehr, es ist aber immer erfreulich, wenn die Schnittstellen funktionieren. Bei einer Grossbaustelle ist es immer faszinierend. Die Rahmen sind schon montiert und wenn 3 Monate später auch die Türblätter gefräst und eingehängt werden und diese sauber schliessen und passen, ist das ein wunderbarer Moment. 

 

Was ist dir im Berufsleben besonders wichtig?

Ein gutes Team, bei dem das Zwischenmenschliche funktioniert und der Zusammenhalt gross ist. Und dass die produzierten Elemente auch wirklich sauber sind und passen.

 

Hast du Tipps für andere, welche auch mitten im Berufsleben stehen?

Bleibt nicht stehen oder resigniert, wenn es nicht passt. Stellt euch auch einer neuen Herausforderung, dies kann vieles bewirken.

 

«Mach das, was dir gefällt, oder suche dir eine neue Herausforderung.»

 

Alexandre Chavaillaz, Schreiner & CNC Maschinist GLB Seeland, Lyss

Chavaillaz Alexandre ist Schreiner der GLB Seeland

 

Wie bringst du alles unter einen Hut?

Ich habe mein Pensum auf 95 % reduziert, damit ich etwas mehr Freizeit und somit mehr Zeit für meine Projekte habe. Mit meinem Vater habe ich ein Chalet, welches wir gerade renovieren. Organisation und Zeiteinteilung sind in diesem Punkt wichtig, das Privatleben soll nicht zu kurz kommen. 

 

Betreibst du Hobbys? Wenn ja, welche?

Ich fahre Motorrad, eine Husqvarna 701 Supermoto, spiele Beachvolleyball und seit etwa 6 Monaten spiele ich einmal in der Woche Volleyball in der Halle. Wandern steht immer auf dem Programm, Klettersteige dürfen ebenfalls nicht fehlen. Im Winter liebe ich das Snowboarden. Mit dem Team gehe ich manchmal auch zu den Highland Games und nehme daran im Wettkampf teil. Wenn es die Zeit erlaubt, widme ich mich auch gerne meinem Diodenlaser. 

 

 

Würdest du rückblickend etwas anders machen?

Es gibt doch immer etwas, was stört, aber ändern würde ich nichts daran. 

 

Was wünschst du dir für deine Zukunft im Berufs- und im Privatleben?

Ich wünschte mir noch mehr Freizeit (schmunzelnd) und somit mehr Zeit, um zu reisen, auch ins Ausland. Als kleiner Junge waren wir als Familie viel in Europa unterwegs. Ein Ziel ist sicherlich einmal nach Kanada, um dort die Natur zu erkunden und zu erleben. 

 

Hast du noch konkrete berufliche Ziele für die Zukunft?

Mein Ziel ist sicherlich, die Schnittstelle zu verbessern und funktionstüchtig zu machen. Ich werde mich auch weiterhin für unser Team und unsere Abteilung einsetzen, damit diese sich auch weiterentwickeln kann. 

 

Hast du Anregungen an die GLB als Arbeitgeberin von deiner Seite?

Die GLB ist in den letzten Jahren immer grösser geworden, dies ist sicherlich nicht nur positiv einzustufen.
Früher sind noch viele Laufkundschaften gekommen und hatten Fragen, auch dies hat abgenommen, was auch seine Vor- und Nachteile hat. 

 

 «Ich finde die GLB eine gute Firma, sonst würde ich nicht hier arbeiten.»
 

Alexandre Chavaillaz, Schreiner & CNC Maschinist GLB Seeland, Lyss

Chavaillaz Alexandre, langjähriger Mitarbeiter GLB Seeland, Lyss


Herzlichen Dank, Alexandre, für den gewährten Einblick in dein Wirken bei der GLB und auch abseits davon. Wir sind sehr froh und stolz, einen solch engagierten Mitarbeitenden in der GLB Family zu haben. Auf viele weitere GLB Jahre.