Nicola Bosshard: Ein Holzhaus, vier Geschwister und viel Natur

Ein Turm, zwei Stockwerke, sechs Meter Höhe und ein Team, das dafür nicht nur motiviert, sondern auch gut vorbereitet sein will. Nicola Bosshard plant mit seiner Pfadi ein Bauwerk fürs Regionslager und erhält dabei Unterstützung aus dem Holzbau der GLB. 

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Nicola Bosshard, Lernender Zeichner EFZ (Fachrichtung Architektur) bei der GLB, erzählt von seinem Alltag zwischen Planung und Baustelle und vom Pfadi-Turmprojekt, das mit GLB Holzbauwissen Wirklichkeit wird. 

 

Nicola Bosshard ist mit vier Geschwistern in einem kleinen Holzhaus in der Nähe von Pfäffikon aufgewachsen. Freizeit verbringt er am liebsten draussen mit Freunden oder auch alleine. Spaziergänge durch den Wald gehören genauso dazu wie Sommertage in der Badi. Im Winter steht das jährliche Skifahren als Tradition im Kalender. 

 

Beruf: Lernender 4. LJ Zeichner FA Architektur

Arbeitsort: GLB Zürich Land

Alter: 18 Jahre alt

Bei der GLB seit: August 2023

 

Nicola Bosshard

Bosshard Nicolas, Lernender 4. LJ Zeichner FA Architektur

 

Pfadi als Herzenssache und ein Turm als gemeinsames Projekt

Seit 13 Jahren ist Nicola in der Pfadi aktiv. Aktuell engagiert er sich als Stufenleiter für Kinder im Alter von 6 bis 10 Jahren und übernimmt zusätzlich die Hauptleitung von Lagern. Die Pfadi bedeutet ihm viel: starke Freundschaften, unzählige Erlebnisse und ein Zusammenhalt, der trägt. Ein besonderes Highlight bleibt das Weltpfadilager in Südkorea.

 

Parallel zur Pfadi spielt Sport eine zentrale Rolle. Nicola trainiert regelmässig Krafttraining, geht joggen und schwimmen. Früher war er mehrere Jahre als Handballer aktiv und stand während sieben Jahren als Eishockey-Spieler auf dem Eis. Auch heute macht ihm beides weiterhin Freude – wenn auch nicht mehr regelmässig. Sport dient ihm als Ausgleich und hilft, nach der Arbeit abzuschalten.

 

Für das Regionslager plante Nicola gemeinsam mit seinem Team den Bau eines grossen Turms. Die Pfadi erhielt dabei tatkräftige Unterstützung von der GLB mit Material und mit Fachwissen aus dem Holzbau. Das benötigte Holz stellt die GLB zur Verfügung und begleitete die Planung. Zusammen mit den Mitarbeitenden Sepp Achermann und Roger Blarer schaute Nicola den geplanten zweistöckigen Turm mit sechs Metern Höhe an und besprach die Umsetzung. Den Aufbau übernahm die Pfadi anschliessend selbst.

 

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Nicola zeigt sich dankbar für diese Unterstützung. Besonders viel bedeutet ihm, dass die GLB ein solches Projekt ermöglicht und Wissen sowie Ressourcen zur Verfügung stellt. Für ihn entsteht daraus eine stimmige Verbindung zwischen Ausbildung, Holzbau und Pfadi-Engagement.

 

Offen bleiben und das Naheliegende zuerst erreichen

Feste Zukunftspläne legt Nicola bewusst nicht fest. Nach der Lehre und der Berufsmaturität (BM) möchte er sich alle Möglichkeiten offenhalten: Ein Studium kommt ebenso infrage wie der Einstieg in den Beruf und das Sammeln von Praxis. Zusätzlich gehören Militärdienst, Rekrutenschule (RS) und spätere Wiederholungskurse (WK) zur Planung. Aktuell steht ein Ziel klar im Vordergrund: die Lehre erfolgreich abschliessen. Sport, Aktivsein und die Hobbys, die Freude machen, sollen weiterhin Platz behalten.

 

Drei Adjektive beschreiben Nicola aus seiner Sicht besonders gut: offen, ehrlich, motivierend. Und auch an einer Eigenschaft würde er nichts ändern: die seiner Ungeduld. Zufriedenheit mit der eigenen Persönlichkeit gehört für ihn dazu.

 

Lehrzeit bei der GLB: Berufswahl, Alltag und Entwicklung

Vom Mithelfen in der Werkstatt zum Beruf mit Plan

Schon als Kind half Nicola in der Holzwerkstatt seines Vaters mit. Interesse an handwerklichen und technischen Tätigkeiten entwickelte sich dadurch früh. Gegen Ende der Sekundarschule kam eine weitere Begeisterung dazu: Im Fach Geometrisches Zeichnen entdeckte er den Beruf Zeichner Fachrichtung Architektur. Die Kombination aus technischem Verständnis, kreativem Zeichnen und Bauwesen überzeugte ihn sofort. Andere Berufe wirkten ebenfalls spannend, doch der Beruf des Zeichners passte am besten.

 

Warum GLB?

Während der Schnupperlehre fiel Nicola das vielseitige Arbeitsumfeld bei der GLB positiv auf. Alle wichtigen Abteilungen befinden sich unter einem Dach, wodurch Einblicke in unterschiedliche Bereiche möglich werden. Besonders wichtig bleibt für Nicola der Praxisbezug: Planung im Büro und das Mitverfolgen der Umsetzung auf der Baustelle gehören beide dazu.

Auch das Team spielte eine grosse Rolle. Junge Mitarbeitende nahmen Nicola von Anfang an herzlich auf. Integration gelang dadurch schnell. Die Verbindung von Planung und Ausführung macht den Beruf für ihn besonders spannend, weil der gesamte Bauprozess erlebbar wird.

 

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Umstellung von Schule zur Lehre: anspruchsvoll, aber machbar

Der Wechsel von der Schule in die Lehre brachte eine grosse Umstellung. Betrieb, Berufsfachschule, überbetriebliche Kurse (ÜK) und die Berufsmaturität (BM) erhöhen die Anforderungen deutlich. Freizeit bleibt weniger, regelmässiges Lernen gehört zum Alltag. Mit Veränderungen kommt Nicola grundsätzlich gut zurecht, deshalb fand er schnell einen Rhythmus. Die ersten Prüfungen forderten ihn besonders, doch mit der Zeit fühlte sich das System stimmig an. Der abwechslungsreiche Alltag lässt die Zeit zudem schneller vergehen als in der Sekundarschule.

 

Änderungswünsche? Aktuell keine

Nicola würde derzeit nichts an seiner Ausbildung ändern. Die Berufswahl passt, die Ausbildung bei der GLB überzeugt. Am liebsten arbeitet er im Betrieb, weil sich das Gelernte direkt anwenden lässt und täglich neue Erfahrungen dazukommen. Der Schulunterricht ist theoretisch und anspruchsvoll, bildet jedoch eine wichtige Grundlage.

 

Erfolgserlebnisse: viele kleine statt eines grossen

Ein einzelnes grösstes Erfolgserlebnis nennt Nicola nicht. Besonders wichtig bleiben mehrere Meilensteine: das bestandene First Certificate, erfolgreich abgeschlossene Projekte sowie Prüfungen und abgeschlossene Fächer der BM. Stolz machen ihn vor allem Projekte, an denen er mitarbeiten durfte. Die Umsetzung auf der Baustelle zu sehen und zu erleben, wie aus Plänen Realität wird, fühlt sich jedes Mal besonders an.

 

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Was Freude macht und was anfangs Mut braucht

Am meisten Freude bereiten Aufgaben mit Verantwortung und Selbstständigkeit. Kundenkontakt gefällt Nicola, weil Anliegen aufgenommen und gemeinsam Lösungen gefunden werden können. Vertrauen und das Einbringen eigener Ideen wirken stark motivierend.

 

Herausforderungen entstehen oft am Anfang neuer Aufgaben. Besonders Telefonate mit Kunden und das Verfassen von E-Mails kosteten zunächst Überwindung. Mit wachsender Erfahrung kam Sicherheit dazu. Die Unterstützung im Team spielte dabei eine zentrale Rolle.

 

Wenn eine Aufgabe schwierig wird, schaut Nicola zuerst, aus welchem Bereich die Frage kommt. Unterstützung holt er gezielt. Meistens hilft der Berufsbildner weiter und bei spezifischen Themen unterstützt ihn der zuständige Fachleiter. Bei schulischen Fragen erfolgt der Austausch mit Lehrpersonen oder Mitlernenden.

 

Tipp an zukünftige Lernende

Nicola empfiehlt Motivation und Zielstrebigkeit. Früh übertragene Verantwortung ermöglicht selbstständiges Arbeiten und wertvolle Erfahrungen. Freude am Beruf, Offenheit gegenüber Menschen und Interesse an Planung sowie Baustelle passen gut zur Ausbildung bei der GLB. Wichtig bleibt vor allem: Motivation behalten, neugierig bleiben und Spass an der Arbeit haben.

 

 

Herzlichen Dank, Nicola, dass du uns einen solch tollen Einblick in dein Leben und Wirken bei der GLB wie auch bei der Pfadi gegeben hast. Wir sind stolz, einen solch interessanten und engagierten Lernenden bei uns zu haben.