Oase und Privatsphäre – die Top 8 Sichtschutzelemente

Die Schweiz wächst nicht, doch die Zahl ihrer Bevölkerung nimmt stetig zu. Damit steigt auch der Wunsch nach Privatsphäre und einem eigenen Rückzugsort.

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Ein zuverlässiger Sicht- und Lärmschutz ist für das Wohlbefinden und die Gesundheit unbezahlbar. Die Auswahl an Materialien und Kombinationen ist so bunt wie ein Regenbogen – und ebenso vielfältig wie die Welt der Sichtschutzwände und Bepflanzungen. Durch unterschiedliche Zusammenstellungen entstehen für jeden individuelle Lösungen, die den Garten in eine private Wohlfühloase verwandeln.

 

 

Fester Sichtschutz

Dauerhafte, baulich montierte Elemente aus Holz, WPC, Metall, Glas oder Naturstein. Sie sind modular planbar, bieten hohe Sicht- und oft auch Lärmschutz und benötigen wenig Pflege. Optisch knüpfen sie gut an die Architektur an, erfordern aber eine solide Montage (Fundament / Statik) und je nach Kanton oder Gemeinde die Einhaltung von Abständen oder Bewilligungen.

 

1. Holz

Sichtschutzelement aus Holz

Vorteile: natürlich, warm, vielseitig gestaltbar, reparaturfreundlich, gute Verfügbarkeit
Nachteile: regelmässige Pflege nötig (Ölen / Lackieren), begrenzte Lebensdauer, Verzug / Rissbildung möglich

 

2. WPC

Sichtschutzelement aus WPC-1

Vorteile: sehr wartungsarm, witterungs- und farbbeständig, formstabil
Nachteile: wirkt teils «technisch», thermische Ausdehnung, Nachhaltigkeit abhängig vom Kunststoffanteil

 

3. Metall

Sichtschutzwand aus Metall-1

Vorteile: langlebig und stabil, sehr wartungsarm, moderne Optik, schlankes Profil
Nachteile: höhere Kosten, kann sich stark aufheizen, Schall wird eher reflektiert

 

4. Naturstein

Sichtschutzwand aus Naturstein und Gabionen

Vorteile: sehr robust, hoher Sicht- und Lärmschutz, praktisch kein Pflegeaufwand
Nachteile: hoher Platzbedarf (Gabionenbreite /Gewicht), kosten- und materialintensiv, eher «hart» in der Wirkung

 

 

Leichter Sichtschutz

Lebende Hecken und Sträucher als natürliche, ökologische Lösung. Sie verbessern Mikroklima und Biodiversität, können ganzjährig (immergrün) oder saisonal dicht sein und sich weich in den Garten einbringen. Dafür brauchen sie mehr Platz, regelmässige Pflege und Zeit, bis die gewünschte Höhe und Dichte erreicht ist; Artenwahl und lokale Vorschriften beachten (z. B. bei Bambus horstbildende Sorten).

 

Sichtschutzelement Hainbuche-1
1. Hainbuche

Vorteile: schnittverträglich, dicht, auch als Formhecke, ökologisch wertvoll
Nachteile: im Winter teils durchsichtig (laubabwerfend, oft mit trockenem Restlaub)


 

Sichtschutz mit Rotbuche-1
2. Rotbuche

Vorteile: edle Optik, trockene Blätter bleiben oft bis Frühling – Grundschutz im Winter
Nachteile: empfindlicher bei Trockenheit, langsamer im Zuwachs als Hainbuche


 

Sichtschutz mit Ligusterpflanze-1
3. Liguster

Vorteile: halbimmergrün bis immergrün (je nach Sorte / Standort), bienenfreundlich, robust
Nachteile: kann invasiv wirken bei Samenfall, für dichte Hecken 2 bis 3 Schnitte / Jahr


 

Sichtschutz mit FargesiaBambus-1
4. Fargesia-Bambus
Vorteile: ganzjährig grün, platzsparender als Hecken mit Austrieb, keine Ausläufer (bei Fargesia)
Nachteile: braucht regelmässig Wasser / Nährstoffe, Wind- / Schneedruck kann Halme neigen

 

 

 

Sicht- und Schallschutz im Garten

Wirksamer Lärmschutz entsteht durch ein geschlossenes, möglichst schweres Element zur Lärmquelle hin. Grundsätzlich wirken Materialien auf zwei Arten: Poröse, strukturierte Oberflächen absorbieren Schall, glatte und harte Flächen reflektieren ihn. Gegen Strassenlärm kann eine Reflexion nach aussen sinnvoll sein, während bei Nachbarschaftsgeräuschen eine schallabsorbierende Lösung die angenehmere Wahl ist.

 

Wirkprinzipien und Materialien

Je poröser das Material, desto stärker wird der Schall geschluckt; glatte Flächen werfen ihn zurück. Dichte, grossblättrige Bepflanzungen können bei niedrigen Pegeln spürbar dämpfen, ersetzen aber keine technische Lösung an stark befahrenen Strassen. Gabionen – mit Steinen gefüllte Drahtkörbe – kombinieren hohe Masse mit unregelmässiger Struktur und bieten dadurch gutes Schallschluckvermögen; zugleich dienen sie Kletterpflanzen als Rankhilfe. Sichtschutzelemente aus Metall verbinden Privatsphäre mit Gestaltung: Wählbar sind Standardmuster oder individuelle Sujets.

 

Systeme und Gestaltungsoptionen

Zur Auswahl stehen Lärmschutzwälle und Lärmschutzwände. Erdwälle benötigen mehr Platz, wirken natürlich und lassen sich begrünen. Stahl- oder Betonwälle werden nach oben verjüngend erstellt, mit Erde oder Steinen gefüllt und bilden bepflanzbare Terrassen. Lärmschutzwände sind schlank, effizient und damit ideal für kleinere Gärten. Fazit: Die beste Lösung kombiniert Höhe, Position und Material passend zur Lärmquelle und zum verfügbaren Raum – für mehr Ruhe und Privatsphäre als stimmiges Zusatzthema Ihres Gartenprojekts.

 

Bauliche Vorkehrungen

Bei einem Neu- oder Umbau lässt sich der Lärmschutz im Garten bereits durch bauliche Massnahmen erreichen. So können beispielsweise ein Wintergarten oder ein Gartenhäuschen so platziert werden, dass diese auch gleich Schall abschirmen. Ebenso schützt eine Terrasse, die sich etwas eingerückt in den Baukörper fügt, gegen Lärm.

 

Baubewilligung

Lärmschutzmassnahmen sind in der Regel baubewilligungspflichtig, sofern sie eine Höhe von 1,20 m übersteigen.

 

Gerne unterstützen wir Sie bei der Wahl Ihrer perfekten Lösung. Unser Team begleitet Sie von der Planung, zur Ausführung bis hin zu Bepflanzungsmöglichkeiten und Pflege einer allfälligen Begrünung.

 

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Bildquelle: KI-generiert