Ein zuverlässiger Sicht- und Lärmschutz ist für das Wohlbefinden und die Gesundheit unbezahlbar. Die Auswahl an Materialien und Kombinationen ist so bunt wie ein Regenbogen – und ebenso vielfältig wie die Welt der Sichtschutzwände und Bepflanzungen. Durch unterschiedliche Zusammenstellungen entstehen für jeden individuelle Lösungen, die den Garten in eine private Wohlfühloase verwandeln.
Fester Sichtschutz
Dauerhafte, baulich montierte Elemente aus Holz, WPC, Metall, Glas oder Naturstein. Sie sind modular planbar, bieten hohe Sicht- und oft auch Lärmschutz und benötigen wenig Pflege. Optisch knüpfen sie gut an die Architektur an, erfordern aber eine solide Montage (Fundament / Statik) und je nach Kanton oder Gemeinde die Einhaltung von Abständen oder Bewilligungen.
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1. Holz |
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Vorteile: natürlich, warm, vielseitig gestaltbar, reparaturfreundlich, gute Verfügbarkeit |
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2. WPC |
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Vorteile: sehr wartungsarm, witterungs- und farbbeständig, formstabil |
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3. Metall |
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Vorteile: langlebig und stabil, sehr wartungsarm, moderne Optik, schlankes Profil |
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4. Naturstein |
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Vorteile: sehr robust, hoher Sicht- und Lärmschutz, praktisch kein PflegeaufwandNachteile: hoher Platzbedarf (Gabionenbreite /Gewicht), kosten- und materialintensiv, eher «hart» in der Wirkung |
Leichter Sichtschutz
Lebende Hecken und Sträucher als natürliche, ökologische Lösung. Sie verbessern Mikroklima und Biodiversität, können ganzjährig (immergrün) oder saisonal dicht sein und sich weich in den Garten einbringen. Dafür brauchen sie mehr Platz, regelmässige Pflege und Zeit, bis die gewünschte Höhe und Dichte erreicht ist; Artenwahl und lokale Vorschriften beachten (z. B. bei Bambus horstbildende Sorten).
1. Hainbuche
Vorteile: schnittverträglich, dicht, auch als Formhecke, ökologisch wertvoll
Nachteile: im Winter teils durchsichtig (laubabwerfend, oft mit trockenem Restlaub)
2. Rotbuche
Vorteile: edle Optik, trockene Blätter bleiben oft bis Frühling – Grundschutz im Winter
Nachteile: empfindlicher bei Trockenheit, langsamer im Zuwachs als Hainbuche
3. Liguster
Vorteile: halbimmergrün bis immergrün (je nach Sorte / Standort), bienenfreundlich, robust
Nachteile: kann invasiv wirken bei Samenfall, für dichte Hecken 2 bis 3 Schnitte / Jahr
4. Fargesia-Bambus
Vorteile: ganzjährig grün, platzsparender als Hecken mit Austrieb, keine Ausläufer (bei Fargesia)Nachteile: braucht regelmässig Wasser / Nährstoffe, Wind- / Schneedruck kann Halme neigen
Sicht- und Schallschutz im Garten
Wirksamer Lärmschutz entsteht durch ein geschlossenes, möglichst schweres Element zur Lärmquelle hin. Grundsätzlich wirken Materialien auf zwei Arten: Poröse, strukturierte Oberflächen absorbieren Schall, glatte und harte Flächen reflektieren ihn. Gegen Strassenlärm kann eine Reflexion nach aussen sinnvoll sein, während bei Nachbarschaftsgeräuschen eine schallabsorbierende Lösung die angenehmere Wahl ist.
Wirkprinzipien und Materialien
Je poröser das Material, desto stärker wird der Schall geschluckt; glatte Flächen werfen ihn zurück. Dichte, grossblättrige Bepflanzungen können bei niedrigen Pegeln spürbar dämpfen, ersetzen aber keine technische Lösung an stark befahrenen Strassen. Gabionen – mit Steinen gefüllte Drahtkörbe – kombinieren hohe Masse mit unregelmässiger Struktur und bieten dadurch gutes Schallschluckvermögen; zugleich dienen sie Kletterpflanzen als Rankhilfe. Sichtschutzelemente aus Metall verbinden Privatsphäre mit Gestaltung: Wählbar sind Standardmuster oder individuelle Sujets.
Systeme und Gestaltungsoptionen
Zur Auswahl stehen Lärmschutzwälle und Lärmschutzwände. Erdwälle benötigen mehr Platz, wirken natürlich und lassen sich begrünen. Stahl- oder Betonwälle werden nach oben verjüngend erstellt, mit Erde oder Steinen gefüllt und bilden bepflanzbare Terrassen. Lärmschutzwände sind schlank, effizient und damit ideal für kleinere Gärten. Fazit: Die beste Lösung kombiniert Höhe, Position und Material passend zur Lärmquelle und zum verfügbaren Raum – für mehr Ruhe und Privatsphäre als stimmiges Zusatzthema Ihres Gartenprojekts.
Bauliche Vorkehrungen
Bei einem Neu- oder Umbau lässt sich der Lärmschutz im Garten bereits durch bauliche Massnahmen erreichen. So können beispielsweise ein Wintergarten oder ein Gartenhäuschen so platziert werden, dass diese auch gleich Schall abschirmen. Ebenso schützt eine Terrasse, die sich etwas eingerückt in den Baukörper fügt, gegen Lärm.
Baubewilligung
Lärmschutzmassnahmen sind in der Regel baubewilligungspflichtig, sofern sie eine Höhe von 1,20 m übersteigen.
Gerne unterstützen wir Sie bei der Wahl Ihrer perfekten Lösung. Unser Team begleitet Sie von der Planung, zur Ausführung bis hin zu Bepflanzungsmöglichkeiten und Pflege einer allfälligen Begrünung.
Bildquelle: KI-generiert









