Warum Parkett – Informationen und Tipps

Jürg Stalder Jürg Stalder, 16. Jan 2020
Die Basis unseres Parketts ist Holz, der einzig nachwachsende Rohstoff unserer Natur.
In den nachhaltig genutzten Wäldern steht uns genügend von diesem qualitativ hochstehenden Rohmaterial zur Verfügung. Holz ist auf dem besten Weg, der Rohstoff des 21. Jahrhunderts zu werden. Die Rohlinge aus der Sägerei werden in der Parkettfabrik zugeschnitten, getrocknet und zu Parkettelementen verarbeitet, ohne die natürlichen Eigenschaften des Holzes zu verändern.

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Parkett und die Umwelt
Die Herstellung von Parkett erfolgt heute unter Berücksichtigung aller umweltrelevanten Gesichtspunkte. Unser Rohstoff Holz lebt uns das Kreislaufprinzip vor. Die Verwendung von Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft, die optimale Ausnützung des vorhandenen Rohmaterials bis hin zur Verbrennung der Abfälle und des Sägemehls für Heiz- und Energiezwecke, der Einsatz von modernster Maschinen- und Computertechnologie sowie der mehrheitliche Gebrauch von lösungsmittelfreien Klebstoffen und Lacken sind einige Beispiele dafür. Die Parkettverlegung erfolgt heute ebenfalls nach ökologischen Kriterien. Mehrheitlich mit modernen elastische Klebstoffe und umweltfreundliche Wasserlacke oder Öle werden von den Parkettverlegern verarbeitet.
Den hohen und vielfältigen Anforderungen in punkto Umweltschutz, Umweltbelastung und haushälterischem Umgang mit Rohstoffen und Energie trägt die Parkettbranche vollumfänglich Rechnung und ist sich ihrer Verantwortung gegenüber Natur, Umwelt und Konsument bewusst.

Holzarten
Laubholzarten eignen sich wegen ihrer Härte am besten für Parkett.
Diese einheimischen (europäischen) Holzarten sind am beliebtesten:
  • Eiche
  • Buche
  • Esche
  • Ahorn

Weitere verwendete europäische Holzarten für Parkett sind:
  • Birke
  • Kirschbaum
  • Nussbaum

Als typische Vertreter der Nadelhölzer (Weichhölzer) werden ab und zu eingebaut:
  • Lärche
  • Kiefer
  • Fichte


Exoten-Holzarten, welche vor allem wegen ihrer grossen Härte und meist dunkler Farbe eingesetzt werden, haben in der Schweiz einen sehr geringen Marktanteil.

Eigenschaften
Schwinden und Quellen sind natürliche Eigenschaften von Holz. Im Winter (Heizperiode), bei tiefer Raumluftfeuchtigkeit, trocknet das Holz aus (Schwinden). Dabei können sich geringe Fugenbildungen zwischen den einzelnen Parkettelementen sowie Verformungen als Schüsselungen ergeben. Im Sommer nimmt das Holz Feuchtigkeit aus der Luft auf und wächst (Quellen). Im Jahresablauf können somit kleine, natürliche Veränderungen zwischen den einzelnen Parkettelementen entstehen. Grundsätzlich ist die Verlegung von Parkett auf Niedertemperaturbodenheizungen (maximale Oberflächentemperatur im Parkett 27°C) mit den heutigen Verlegetechniken kein Problem und es können praktisch alle  Parkettarten verwendet werden. Die Härte (gemessen als «Brinellhärte») kann eine weitere positive Eigenschaft des Parketts sein. Je nach Holzart (Wachstumsstruktur) ist sie sehr unterschiedlich. Eiche, Buche und Esche sind etwa gleich hart. Ahorn, Birke, Kirschbaum sowie andere einheimische Edelhölzer sind etwas weicher als die Vorgenannten. Noch weicher, und somit in ihrem Einsatzgebiet eingeschränkt, sind die Nadelhölzer. Deutlich härter als die besten einheimischen Holzarten sind die meisten Exoten-Holzarten sowie der kanadische Ahorn. Stöckelabsätze, spitze auf den Boden fallende Gegenstände, falsche Stuhl- oder Möbelrollen und andere extreme  Punktbelastungen können jedoch bei jeder Holzart Eindrücke oder Verletzungen in der Oberfläche hinterlassen.

Natürliche Verfärbungen
Durch intensives Tageslicht (UV- und Sonnenstrahlung) vergilben die meisten Holzarten und die Farben werden dunkler/blasser. Die natürlichen Verfärbungen sind in den ersten zwei Jahren nach der Verlegung am stärksten und natürliche Farbdifferenzen innerhalb einer Holzart gleichen sich in der Regel stark an. Durch eine neue Oberflächenbehandlung (Abschleifen und Neubehandeln) kann die Originalfarbe des Holzes jederzeit wieder hergestellt werden.

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Verlegearten
Bei Parkett wird zwischen Massivparkett und Mehrschichtparkett unterschieden. Massivparkett besteht aus einem Holzstück in der ganzen Dicke und kann von 8 bis 25 mm dick sein. Mehrschichtparkett kann aus zwei, drei oder noch mehr verschiedenen Holzlagen konstruiert sein. Werkbehandelte Fertigparkettböden sind versiegelt, geölt oder gewachst.
Auch in Bezug auf die möglichen Verlegearten ist die Auswahl gross. Hier wird zwischen «verklebter» und «schwimmender» Verlegeart unterschieden. Die vollflächige Verklebung, in der Schweiz weitaus am häufigsten angewendet, erfordert einen ebenen, festen, sauberen und trockenen Untergrund.
Schwimmend verlegt heisst, dass das Parkett nicht fest mit dem Unterboden verbunden wird. Es wird zusätzlich eine Zwischenlage als Trittschall- oder Wärmedämmung zwischen Parkett und Untergrund eingebaut. Das Parkett liegt somit ohne feste Verbindung zum Untergrund, aber in sich verbunden, auf der Zwischenlage. Die schwimmende Verlegung eignet sich unter anderem speziell bei Renovationen, zur Verbesserung der Trittschalldämmwerte, bei Untergründen mit nicht abbaubaren Klebstoffen und zur Erhöhung des Gehkomforts.

Designvielfalt
Formate, Designs, Muster und Holzfarben sind in einer grossen Vielzahl vorhanden und können nach Wunsch kombiniert werden. Vom kleinformatigen Mosaikparkett über Schiffbodenriemen bis hin zu sehr grossen, langen und breiten Brettern, der sogenannten Landhausdielen, ist die Planung frei in seinen Gestaltungswünschen.

Vielfältige Einsatzgebiete
Vom privaten Wohnbereich über Büros, Schulzimmer bis zum stark frequentierten Restaurant oder Gemeindesaal eignet sich Parkett hervorragend als Bodenbelag.
Bei der Auswahl ist neben der Härte vor allem auch auf die Strukturierung und das Verhalten des Holzes zu achten.
Die Wahl der Oberflächenbehandlung, abgestimmt auf die Benutzungsart, ist ein wichtiger Entscheidungsfaktor für die Dauerhaftigkeit eines Parkettbodens.

Unsere Bodenbelags-Spezialisten beraten Sie gerne.

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